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Informationen zur Visabeantragung, Einreise nach Deutschland und Quarantänebestimmungen (Aktualisiert 29. 03. 2021)

23.11.2020 - Artikel

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

ACHTUNG! Neuregelung ab 29.03.2021:
Ab dem 30.03.2021 00:00 Uhr (Abflugzeit - entspricht taiwanische Zeit: 30.03.2021, 06:00 Uhr) muss bereits beim Check-In für eine Flugreise nach Deutschland ein negativer COVID19-Test vorgelegt werden. Dies betrifft alle Flugpassagiere, egal welcher Staatsangehörigkeit. Ansonsten kann die Fluggesellschaft die Beförderung verweigern. Die dem Testergebnis zugrunde liegende Abstrichnahme darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein!! Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht befreit.)


I. Einreisebeschränkungen für Deutschland

Eine Einreise aus Taiwan ist im Regelfall aufgrund bestehender Einreisebeschränkungen nicht möglich. Weiter Informationen finden Sie unten dem Stichwort zwingende Notwendigkeit.

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Bitte informieren Sie sich vor Ihre Reise auch beim BMI, welche Regelungen in Bezug auf das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU - Mitgliedsstaaten
  • Schengen - assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Lichtenstein
  • Großbritannien
  • Weitere Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird.

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

II. Visafreie Besuchsreisen

  • Drittstaatsangehörige Familienangehörige der sog. „Kernfamilie“, d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen ab sofort zu vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen.

    Erfolgt die Einreise visumfrei so ist die Echtheit der Urkunden nachzuweisen, die das Verwandtschaftsverhältnis bekunden. Taiwanische öffentliche Urkunden sind zu diesem Zweck zunächst durch einen taiwanische Notar beglaubigen und anschließend durch das Deutsche Institut legalisieren zu lassen. Die Annahme von Unterlagen zur Legalisationen erfolgt Montag bis Donnerstag zwischen 09:00 und 11:30. Eine vorherige Terminabsprache ist nicht nötig. Die Bearbeitungsgebühr von 45,-€ je zu Dokument ist zahlbar in TWD zum tagesaktuellen Wechselkurs. 
  • Einreise von selbständigen und angestellten Geschäftsreisenden, Voraussetzung ist es hinreichend glaubhaft gemacht wird, dass die Einreise auch unter Berücksichtigung der Pandemiesituation unbedingt erforderlich ist. Zur Glaubhaftmachung ist eine eigenhändig unterzeichnete Erklärung zur unbedingten Erforderlichkeit einer kurzfristigen Geschäftsreise durch den Geschäftspartner oder Arbeitgeber in Deutschland erforderlich. Eine Erklärung durch einen Geschäftspartner oder Arbeitgeber des Entsendestaates (Drittstaat) ist allein nicht ausreichend.
    Erklärung zur unbedingten Erforderlichkeit einer kurzfristigen Geschäftsreise PDF / 168 KB

    Zur Glaubhaftmachung der unbedingten Erforderlichkeit der Einreise von Geschäftsreisenden für den Besuch von Messen sind folgende Dokumente erforderlich: Bei Messeausstellern eine Bestätigung des Messeveranstalters über die Teilnahme; bei Messebesuchern die Eintrittskarte zur Messe sowie die Bestätigung mindestens eines Messeausstellers über eine Terminvereinbarung für einen Geschäftstermin vor Ort auf der Messe.
  • Besuchsreisen unverheirateter Partnerinnen und Partner

    Kurzfristige Besuchsreise unverheirateter drittstaatsangehöriger Partner sind zulässig als 1. Besuchsreise zum unverheirateten Partner oder 2. gemeinsame Besuchsreise mit dem unverheirateten Partner.

    Hier finden Sie genauere Info zu diesem Thema: Besuchsreisen unverheirateter Partnerinnen und Partnern


III. Visumbearbeitung

Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

  • Anträge, die unter die Ausnahmebestimmungen von den Einreisebeschränkungen fallen:
    • Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe
    • Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen (z.B. Air-Crews)
    • Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion
    •  Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden)
    •  Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen
    •  Personen, die internationalen Schutz benötigen
    • anderen humanitären Gründen wie z.B. zwingende medizinische Behandlung
      Bestätigung zur Einreise aus zwingenden medizinischen Gründen PDF / 103 KB

1. Schengen Visa (C-Visa)

  • Schengen-Visa (C-Visa) zum Zweck von Besuchsreisen

Visumpflichtige drittstaatsangehörige Familienangehörige der sog. „Kernfamilie“ (d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen ab sofort zu vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen, insofern sie im Besitz eines gültigen Schengen-Visums sind. Die Beantragung von Schengen-Visa zu diesem Zweck ist seit dem 01.08.20 wieder möglich.

Zum Nachweis der Zugehörigkeit zur Kernfamilie – d.h. des Bestehens einer Ehe, eingetragenen Lebenspartnerschaft oder der elterlichen Abstammung minderjähriger Kinder – sind bei der Einreise geeignete Urkunden vorzulegen, die diese familiären Beziehungen eindeutig belegen. Insofern kommen (je nach Art der familiären Beziehung) folgende Urkunden in Betracht:

  • Eheurkunde, Lebenspartnerschaftsurkunde;
  • Geburtsurkunde;
  • Beglaubigter Auszug aus dem Familienbuch oder dem Personenstandsregister.

Öffentliche Urkunden, die nicht in Deutschland oder Taiwan ausgestellt oder mit einer Apostille versehen sind, bedürfen der Legalisation durch die zuständige deutsche Auslandsvertretung im ausstellenden Staat.


  • Kurzfristige Einreisen von drittstaatsangehörigen Verwandten 1. und 2. Grades nur bei Vorliegen zwingender familiärer Gründe:

Visumpflichtige drittstaatsangehörige Verwandte 1. und 2. Grades, die nicht zur Kernfamilie gehören (d.h. volljährige Kinder, Eltern volljähriger Kinder, Geschwister und Großeltern), von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen grundsätzlich nicht zu lediglich vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen. Eine Ausnahme gilt nur bei Vorliegen eines zwingenden familiären Grundes; dieser liegt in den folgenden Fällen bzw. bei folgenden Anlässen vor:

  • Geburten
  • Hochzeiten
  • Todesfälle/Beerdigungen
  • besondere Ausnahmefälle, in denen ein zwingender familiärer Grund vorliegt (z.B. schwere Erkrankung eines Verwandten 1. und 2. Grades., der deswegen zwingend auf Unterstützung angewiesen ist).

Sie dürfen ab sofort zu vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen, insofern sie im Besitz eines gültigen Schengen-Visums sind. Die Beantragung von Schengen-Visa zu diesem Zweck ist seit dem 01.08.20 wieder möglich. Reisende werden gebeten, für das Vorliegen eines zwingenden familiären Grundes zur Einreise entsprechende Nachweise mitzuführen und, aus denen sich die Notwendigkeit des Grenzübertritts ergibt.


  • Besuchsreisen unverheirateter Partnerinnen und Partner

Kurzfristige Besuchsreise unverheirateter drittstaatsangehöriger Partner sind zulässig als 1. Besuchsreise zum unverheirateten Partner oder 2. gemeinsame Besuchsreise mit dem unverheirateten Partner.

Hier finden Sie genauere Info zu diesem Thema: Besuchsreisen unverheirateter Partnerinnen und Partnern



2. Langzeitvisa (D-Visa)

  • Anträge auf Familiennachzug und Einreise zum Zweck der Eheschließung
  • Anträge von Fachkräften aus den folgenden Antragskategorien:
    (Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der Definition des FEG, das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird)
    • Wissenschaftler / Forscher und Lehrkräfte
    • Entsendungen und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten
           auch Trainees
    •  Führungskräfte
    •  IT-Spezialisten
    •  Beschäftigungen in bes. öffentlichem Interesse


  • Studierende,  deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen alle Personen, die entweder
    • (i) einen (bedingten oder unbedingten) Zulassungsbescheid von der Bildungseinrichtung haben, auch dann, wenn etwa ein Sprachkurs oder Praktikum vorgeschaltet ist, oder
    • (ii) zu einem studienvorbereitenden Sprachkurs oder studienvorbereitenden Praktikum ohne Zulassungsbescheid einreisen wollen.
      Dabei sind Visa an Studierende nur zu erteilen, wenn der beabsichtigte Studienaufenthalt mindestens ein Semester beträgt. Je nachdem, wie lang sich der Antragsteller z.B. zu Präsenzveranstaltungen während eines Semesters in Deutschland aufhält, kann ein D-Visum erteilt werden. Ein Kurzfristaufenthalt ist z.B. denkbar, wenn die Präsenzveranstaltungen im Semester sich über einen Zeitraum von weniger als 90 Tagen erstrecken. Studienbewerber nur zulässing, es sei denn, ein Termin zu einer Aufnahmeprüfung steht fest.
  • Auszubildende, mit Ausbildungsvertrag, bei denen der Ausbildungsbetrieb die Präsenzpflicht bestätigt hat
  • Schüler, die zum Zweck eines Schulbesuchs nach Deutschland einreisen wollen, können ein Visum erhalten und damit einreisen. Auch der Besuch eines vorgeschalteten Sprachkurses ist in diesen Fällen zulässig, wenn bei Visumbeantragung bereits die Zulassung zum Schulbesuch vorliegt. Voraussetzung ist darüber hinaus, dass der Aufenthalt die Dauer von sechs Monaten nicht unterschreitet. Der Antragsteller, die Schule oder die Austauschorganisation muss nachzuweisen, dass es sich um einen längerfristigen Schulbesuch handelt.
  • Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen, Visa zu Aufenthalten für Maßnahmen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen können ebenfalls wieder unbeschränkt erteilt werden. Erforderlich ist auch hier ein Nachweis des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Au-pairs, die Einreise ist auch zulässig, und Visa können dementsprechend erteilt werden. Der Mindestaufenthalt soll sechs Monate nicht unterschreiten.
  • Freiwilligendienste, Einreise für Freiwilligendienste sind generell zulässig. Der Mindestaufenthalt soll sechs Monaten nicht unterschreiten.


IV. Quarantäneregelung bei Einreise nach Deutschland

Für Einreisen aus Taiwan gilt grundsätzlich keine Quarantäne bei Einreise nach Deutschland. Eine Quarantäne kann aber notwendig sein, wenn sich Reisende in den letzten 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Einzelheiten finden Sie weiter unten unter Risikogebiete.


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