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Taiwan: Politisches Porträt

24.08.2020 - Artikel

Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Einwanderung von Chinesen nach Taiwan zu. Die ursprüngliche indigene Bevölkerung macht heute nur noch 2,5% der Gesamtbevölkerung aus. Von 1895-1945 war Taiwan japanische Kolonie. 1945 erfolgte die Rückgabe an China (seinerzeit Republik China). 1949 zog sich die im chinesischen Bürgerkrieg geschlagene Regierung Chiang Kai-sheks nach Taiwan zurück. 1971 wurde die Vertretung Chinas in den Vereinten Nationen nach Abstimmung in der Generalversammlung an die 1949 gegründete Volksrepublik China übertragen. Diese beansprucht Taiwan als einen Teil des eigenen Territoriums.

Von 1949-1987 galt in Taiwan das Kriegsrecht. Die Kuomintang (chinesische Nationalpartei, KMT) übte eine Ein-Parteien-Herrschaft aus. Taiwan hat seit Beendigung des Ausnahmezustands im Jahr 1987 einen eindrucksvollen Weg zurückgelegt und sich zur lebhaften Demokratie entwickelt, in der die Bürger die Möglichkeit zu politischer Partizipation haben, Menschenrechte und Meinungsfreiheit geachtet werden.

Seit 1996 wird der Präsident direkt vom Volk für die Dauer von vier Jahren gewählt. Der Präsident setzt den Premierminister ein. Die Politik Taiwans wird von zwei Parteien geprägt: der KMT und der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP). Es gab bereits drei friedliche und demokratische Regierungswechsel.

Das Parlament (Legislativ-Yuan) verfügt über 113 Sitze (derzeit 61 DPP, 38 KMT).

* Die Bezeichnung „Länder“ in der Auswahlliste umfasst Staaten, Provinzen und Territorien. Sie spiegelt nicht die Position der Bundesregierung hinsichtlich des Status eines Landes oder einer Region wider.

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