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Informationen des Deutschen Instituts zur Coronavirus-Situation (Covid-19/2019 nCoV) in Taiwan (Stand 18.02.2020)

Stopp Coronavirus

Stopp Coronavirus, © Colourbox

04.02.2020 - Artikel

Seit Dezember 2019 ist ausgehend von der Stadt Wuhan in China eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) aufgetreten. Seit Januar 2020 erfolgt die Ausbreitung auch in andere Länder. Erkrankungssymptome sind Fieber, Husten, Atemnot und ggf. eine Lungenentzündung.

Die Quelle(n) und Übertragungswege der Infektion sind nicht abschließend geklärt, eine Mensch zu Mensch Übertragung ist inzwischen gesichert. Die Inkubationszeit liegt nach bisheriger Datenlage bei 2 bis 10 Tagen. Es gibt Hinweise, dass Menschen bereits in der Inkubationszeit ansteckend sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 30.01.2020 eine Gesundheitsnotlage von internationaler Tragweite ausgerufen.

In Taiwan werden aufgrund des neuartigen Coronavirus verstärkte Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender insbesondere aus China durchgeführt. Mit weiteren importierten einzelnen Krankheitsfällen muss auch in Taiwan gerechnet werden.

Als Schutzmaßnahme gegen eine mögliche Einreise von Personen mit Infektionskrankheiten wird bei der Einreise nach Taiwan die Körpertemperatur durch ein Wärmebildmessgerät ermittelt. Weitere Auskünfte bietet das taiwanische Center for Disease Control (CDC).

Taiwan hat seit 25. Januar 2020 die Reisebewegungen aus China stark eingeschränkt. chinesischen Staatsbürgern ohne taiwanische Aufenthaltsgenehmigung (ARC) ist inzwischen die Einreise untersagt (unabhängig vom Aufenthaltsort in den letzten 14 Tagen). Die Flugverbindungen aus China sind derzeit stark reduziert. Flüge von und nach China wurden eingestellt, außer Hongkong und Macau und fünf Flughäfen in der VR China (Beijing Capital International Airport, Shanghai Pudong International Airport, Shanghai Hongqiao International Airport, Xiamen Gaoqi International Airport und Chengdu Shuangliu International Airport). Die Fährverbindungen von  China nach Kinmen, Matsu und Penghu wurden ebenfalls eingestellt.

ACHTUNG: Das Einreiseverbot für chinesische Staatsbürger gilt auch für chinesische Ehepartner von in Taiwan ansässigen Ausländern.

Mit Wirkung vom 7. Februar 2020 hat Taiwan die Einreisebestimmungen für Ausländer verschärft: es gilt eine Einreisesperre für Ausländer - also auch deutsche Taiwan-Reisende ohne taiwanische ARC/APRC -, die sich in den letzten 14 Tagen vor Ankunft in der VR China, Hongkong oder Macau aufgehalten haben.

Deutsche im Besitz einer ARC/ APRC, die sich in den letzten 14 Tagen in der VR China, Hongkong, Macau aufgehalten haben, müssen sich nach der Einreise nach Taiwan 14 Tage lang Zuhause aufhalten („Hausquarantäne“) und ihren Gesundheitszustand selbst beobachten. Die Einhaltung dieser Vorsichtsmaßnahme wird von taiwanischen Gesundheitsbehörden überwacht.

Einreisen nach Flughafentransit in der VR China, Hongkong, Macau sind nach wie vor erlaubt, aber seit dem 10.02. müssen die betroffenen Personen ebenfalls eine 14tägige Hausquarantäne nach der Einreise nach Taiwan einhalten (sofern der Transit in den letzten 14 Tagen erfolgt ist). Halten Sie die Quarantäneverpflichtungen unbedingt penibel ein, es drohen empfindliche Geldstrafen.

Die Unterbringung im Hotel erfolgt auf eigene Kosten. Insbesondere besser ausgestattete, hochpreisige Hotels lehnen eine Unterbringung von Gästen, die zur „Hausquarantäne“ verpflichtet sind, jedoch oftmals ab!

Eine allgemeine Einreisesperre für deutsche Taiwan-Reisende besteht ausdrücklich nicht. Eine Einreise aus Deutschland oder aus Drittländern (außer VR China, Hongkong, Macau) ist weiterhin möglich. Lufthansa und einige europäische Airlines haben den Flugbetrieb in die VR China eingestellt. Italien hat den Flugverkehr mit der VR China und auch Taiwan eingestellt. Einige Länder (u.a. Bangladesch, Mongolei, Mauritius) verweigern Taiwanern oder Reisenden aus Taiwan die Einreise bzw. haben Visabestimmungen geändert oder verlangen Gesundheitszeugnisse.

Aktuelle Hinweise finden Sie auf der Seite der IATA.

Der Flugverkehr in der Region ist von den Reiseeinschränkungen stark betroffen. Bitte verfolgen Sie die aktuelle Entwicklung und Verfügbarkeit Ihrer Flüge im Internet.

Die taiwanischen Behörden sind auf die Krise sehr gut vorbereitet, das Gesundheitswesen ist sehr belastbar, es stehen bis zu 1.800 Quarantänestationen und eine ausreichende Zahl von Tests bereit. Reisende mit Symptomen (Husten, Atemnot, Fieber) möchten sich umgehend einem Arzt vorstellen.
Sofern ein Verdacht besteht, dass sich möglicherweise infizierte Personen an einem bestimmten Ort aufgehalten haben, werden Mitteilungen an Handys versendet, die dort ebenfalls eingeloggt waren. Die betroffenen Personen werden dann aufgefordert, 14 Tage lang ihren Gesundheitszustand zu beobachten (keine Quarantäne).

Das Center for Disease Control empfiehlt die Verwendung von handelsüblichen Masken für Mund-Nasen-Schutz (surgical masks), insbesondere für folgende Gruppen (nach Priorität geordnet):

1. Medizinisches Personal
2. Familienmitglieder infizierter Personen
3. Freunde und Kollegen von infizierten Personen
4. Personal des öffentlichen Personennahverkehrs
5. Personal von geschlossenen Veranstaltungsräumen (z.B. Kino)
6. Besucher von Krankenhäusern
7. Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs
8. Besucher von geschlossenen Veranstaltungsräumen (z.B. Kino)

Es gibt aktuell keine Mund-Nasen-Schutzpflicht. Allerdings gibt es erhebliche Engpässe bei der Versorgung von Mund-Nasen-Schutz. Die Produktion wird derzeit erhöht (ab Anfang März von 4 Mio. auf 10 Mio. Mundschutz pro Tag, dank neu erworbener Produktionsanlagen aus Deutschland); der Export ist untersagt, um die Eigenversorgung in Taiwan sicherzustellen. Derzeit können Inhaber von Karten der staatlichen Gesundheitsversicherung (NHI) in Apotheken – und seit neuestem auch in Community Health Centern - Mundschutz erhalten (2 Stück pro Woche). Personen ohne NHI-Karte sind derzeit – trotz anderslautender Meldungen in den sozialen Medien - weiterhin ausgenommen, an einer Lösung wird gearbeitet.
Masken für Mund-Nasen-Schutz sind auch in Deutschland inzwischen knapp (die Masken werden in der Regel in China hergestellt). Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Viele öffentliche Gebäude haben eigene Hygienemaßnahmen veranlasst. Nutzen Sie möglichst die vielerorts zur Verfügung gestellten Spender mit Handdesinfektionsmitteln.

Lassen Sie sich gegen Influenza impfen. Influenza ruft ähnliche Symptome wie Covid-19 / 2019 nCoV hervor. Unabhängig vom persönlichen Schutzeffekt trägt die Impfung  auch zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle und Belastung der Gesundheitseinrichtungen bei.


Die Deutsche Schule und Kindergarten (Deutsche Sektion der Taipei European School) sind wie auch die gesamte Taipei European School bis zum 25.02., analog zu den taiwanischen Schulen, geschlossen und unterrichten per Home-Schooling.

Das Goethe-Institut, das Deutsche Wirtschaftsbüro wie auch das Deutsche Institut arbeiten derzeit uneingeschränkt.

Das Center for Disease Control sieht momentan keine Veranlassung für eine Empfehlung, öffentliche Veranstaltungen generell abzusagen. Um das Risiko der Virusausbreitung zu minimieren, hat das taiwanische Bildungsministerium den Schulbeginn nach den Ferien um zwei Wochen nach hinten zu verschoben (jetzt 25.02.); die Universitäten haben als neuen Vorlesungsbeginn den 25.02. bzw. 02.03. mitgeteilt.

Empfehlungen:


Oben stehende Informationen als PDF-Datei

Merkblatt des Auswärtigen Amtes zur Coronavirus-Epidemie (Stand 11.02.2020)

Haftungsausschluss: Alle Angaben beruhen auf Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Textabfassung. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Neuerungen, sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

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